Souveräner 7:0-Sieg: SGN überrollt Walpershofen II!


Sportgelände „Waldeck“ – 23.08.2026

MATCHDAY 04 26/27


SG St.Nikolaus II. vs. SV Walphershofen II. 7-0 (2-0)


Am 4. Spieltag der Bezirksliga Köllertal/Warndt empfing die SG St. Nikolaus den SV Walpershofen II im heimischen „Waldeck“. Dass es am Ende ein klarer 7:0-Erfolg für die Hausherren wurde, war nach den ersten Minuten jedoch nicht zwingend abzusehen.

Nervöser Start der Hausherren
Zu Beginn der Partie zeigte die Elf aus St. Nikolaus eine ungewohnte Nervosität. Immer wieder schlichen sich Fehler in das Aufbauspiel ein, was sich in ungenauen Pässen widerspiegelte. Die Gäste aus Walpershofen hielten zunächst gut dagegen, hatten jedoch mit einer extrem schwierigen Ausgangslage zu kämpfen.

Besondere Umstände bei den Gästen
Der SV Walpershofen II kämpft in dieser Saison bereits frühzeitig mit erheblichen Personalproblemen bei seinem Reserveteam. Die Mannschaft trat die Auswärtsreise ohne einen einzigen Ersatzspieler an. Da zudem keine etatmäßigen Torhüter zur Verfügung standen, sprang der 60-jährige Abwehrspieler Bernd Weyland in die Bresche und stellte sich ins Tor. Dass es trotz der sieben Gegentore kein zweistelliges Ergebnis wurde, ist vor allem Weylands engagierter Leistung zu verdanken, der mit seinem Einsatz eine weitaus höhere Niederlage verhinderte.

Die Treffer zur Führung
Nach der anfänglichen Findungsphase sorgte eine Standardsituation für die Erlösung: In der 16. Minute schlug Robin Konrath einen Eckball von der rechten Seite in Richtung Strafraum. Der Ball landete an der Strafraumgrenze genau bei Christopher Kendzierski, der nicht lange fackelte und mit einem entschlossenen Schuss den Walpershofer Keeper zum 1:0 überwand.

Kurz vor der Pause legte die SG nach: In der 40. Spielminute steckte Marcel Czeschka den Ball präzise auf Philipp Laduga durch, der seine Chance konsequent nutzte und zum 2:0-Halbzeitstand einnetzte.

Die zweite Hälfte: Überlegenheit und Spielfreude
Der Start in die zweite Hälfte verlief für die dezimierten Gäste denkbar ungünstig. Nach einem Handspiel musste Matthias Wunn bereits in der 46. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. In Unterzahl schwanden beim SV Walpershofen II, der ohne Wechseloptionen auskommen musste, zusehends die Kräfte.

Nur kurze Zeit später setzte die SG ein echtes Ausrufezeichen: In der 59. Minute bediente Bastien Wagner seinen Mitspieler Robin Konrath auf der linken Außenbahn. Konrath fasste sich ein Herz, fackelte nicht lange und versenkte das Leder aus gut 25 Metern unhaltbar zum 3:0 in den Maschen.

Die SG blieb hungrig: In der 65. Minute leitete Christopher Kendzierski den nächsten Treffer mustergültig ein. Er erhielt den Ball auf der rechten Seite in Höhe der Mittellinie und sah, wie sich Niklas Bamberg auf der gegenüberliegenden Seite freilief. Mit einem präzisen Pass bediente er seinen Mitspieler an der Strafraumgrenze. Bamberg ließ seinen Gegenspieler gekonnt stehen und traf entschlossen ins kurze Eck zum 4:0.

Vier Minuten später, in der 69. Spielminute, legte die SG nach: Nach einem Zuspiel von Bastien Wagner erhielt Lars Wadlan den Ball ein paar Meter vor der rechten Strafraumgrenze. Sein Schuss in Richtung Tor fand seinen Weg durch eine vielbeinige Abwehr, ging an Gegner und Mitspieler vorbei und landete etwas überraschend, aber verdient, im langen Eck zum 5:0.

Die Spielfreude hielt an: In der 73. Minute sorgte Niklas Bamberg mit seinem Zuspiel auf Christopher Kendzierski für eine weitere Großchance. Kendzierski blieb vor dem Tor eiskalt, verwertete den Ball sicher und schraubte das Ergebnis mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag auf 6:0 hoch.

Den Schlusspunkt setzte in der 85. Minute Mirko Diesinger. Er bewies einmal mehr seine Joker-Qualitäten: Nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung nutzte er seine erste Chance, als er von Philipp Laduga perfekt angespielt wurde und zum 7:0-Endstand vollendete.

Fazit
Nach einer anfänglichen Nervosität präsentierte sich die SG St. Nikolaus souverän und spielte ihre Überlegenheit in der zweiten Halbzeit routiniert aus. Gleichzeitig gebührt dem SV Walpershofen II – und ganz besonders dem als Torhüter eingesprungenen Bernd Weyland – großer Respekt dafür, dass die Mannschaft unter diesen schwierigen Voraussetzungen antrat und sich bis zur letzten Minute sportlich fair präsentierte. Ein Tag, der zeigt, dass der Fußball auch abseits der Tore besondere Geschichten schreibt.


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